Auma

Auma, Mehrfachansicht
Auma, Mehrfachansicht

Auma im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Auma 2223 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Auma, Ansicht
Auma, Ansicht

Auma im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Auma ist eine Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach (Thüringen), Neustädter Kreis.

Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)
Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)

Auma liegt an der Staatsbahnlinie Triptis-Blankenstein und 443 Meter über dem Meer. Die Stadt Auma hat eine evangelische Kirche, Amtsgericht, Oberförsterei, mechanische Weberei, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen, Gerberei und Viehhandel. Im Jahr 1900 leben in Auma 2223 Einwohner. In der Nähe der Kesselsee mit dem Sophienbad.

Auma, Sophienbad Kesselsee
Auma, Sophienbad Kesselsee

An der von Leipzig nach Nürnberg führenden Straße entstand am Rande des Orlagaues bei einer slawischen Siedlung wohl in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts eine Kaufmannssiedlung an der Langen Straße. Eine über dem Aumatal gelegene, 1328 bezeugte Burg war Stammsitz eines um 1248 bezeugten Herrengeschlechts. Die im 13. Jahrhundert entstandene, 1331 als Städtchen, 1378 als civitas genannte Stadt war um 1360 ummauert. Sie gehörte seit dem frühen 14. Jahrhundert den Wettinern.

Auma, Markt und Schule
Auma, Markt und Schule

Die Ratsverfassung ist in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts nachzuweisen, Ober- und Niedergerichte standen seit 1490 dem Rittergut Wenigenauma zu, von dem sie die Stadt 1570 kaufte. 1485/1567 gehörte Auma den Ernestinern, seitdem den Albertinern, 1815 fiel es an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. 1830 wurden 1458 Einwohner gezählt. 1894 entstand Bahnverbindung nach Triptis und Blankenstein.

Auma, Ansicht
Auma, Ansicht

Die Industrie des 19. Jahrhunderts wies Fabriken für Porzellan, Landmaschinen, Werkzeuge und Sägewerke auf, bis 1874 gab es Strumpfwirkerei und Weberei.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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