Eutin

Eutin, Schloss
Eutin, Schloss

Eutin im Großherzogtum Oldenburg, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Eutin 5204 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Eutin, Marktplatz
Eutin, Marktplatz

Eutin im Großherzogtum Oldenburg

Eutin (im Mittelalter Uthin, Oytyn) ist eine Stadt im Großherzogtum Oldenburg, Hauptstadt des Fürstentums Lübeck.

Landkarte Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Bremen, Hamburg, Lübeck
Landkarte Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Bremen, Hamburg, Lübeck

Eutin liegt in anmutiger Gegend am Eutiner See und 28 Meter über dem Meer und ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Neumünster-Oldesloe und der Eisenbahn Eutin-Lübeck. Die Stadt besitzt 2 evangelische und eine katholische Kirche, ein früher bischöfliches, jetzt großherzogliches Schloss mit Park, ein Palais,

Eutin, Großherzogliches Schloss
Eutin, Großherzogliches Schloss

Denkmäler des Dichters Johann Heinrich Voß (* 20.02.1751 in Sommerstorf – † 29.03.1826 in Heidelberg) und des Komponisten Karl Maria von Weber (* 18.11.1786 in Eutin – † 05.06.1826 in London), Gymnasium mit Realklassen, Baugewerk- und Landwirtschaftsschule, Altertumsmuseum, Bibliothek von 30.000 Bänden.

Eutin, Marktplatz mit dem Kriegerdenkmal
Eutin, Marktplatz mit dem Kriegerdenkmal

In Eutin ansässig sind die großherzogliche Regierung, Amtsgericht, Forstverwaltung, Fabrikation von Wagen, Düten u. Öfen, eine Holzbearbeitungsanstalt, Dampfsägerei, Gärtnerei, Bierbrauerei und Branntweinbrennerei. Im Jahr 1900 leben in Eutin 5204 meist evangelische Einwohner.

Eutin, Hotel Voss-Haus
Eutin, Hotel Voss-Haus

In der an Seen und Buchenwaldungen reichen Umgegend (auch Holsteinische Schweiz genannt) liegen der Bahnhof Gremsmühlen zwischen dem Diek- und Kellersee, 6 km nordwestlich von Eutin, das Dorf Malente am Kellersee, mit 894 Einwohnern und nördlich der sagenreiche Ukleisee.

Eutin, Schloss
Eutin, Schloss

Eutin soll von dem Grafen Adolf II. von Holstein gegründet sein, kam aber 1155 an den Bischof Gerold von Lübeck, der den Ort zur Stadt erhob und dort einen Hof erbauen ließ, wo die Bischöfe von Lübeck öfters residierten.

Eutin vom Wasserturm gesehen
Eutin vom Wasserturm gesehen

Der lübeckische Bürgermeister Marx Meyer eroberte Stadt und Schloss 1534, wurde aber vom Grafen Johann von Rantzau bald darauf wieder vertrieben. Im Dreißigjährigen Kriege wurde die Stadt hart mitgenommen, 1714–16 aber von den Dänen neu befestigt. Seit 1702 nannte sich eine Linie des Hauses Holstein nach Eutin Holstein-Eutin.

Eutin, Marktplatz
Eutin, Marktplatz

Zu Ende des 18. Jahrhunderts war Eutin eine vielgenannte Dichterstadt, da sich Johann Heinrich Voß, Boie, die beiden Stolberg, Fr. H. Jacobi u. a. dort aufhielten. Auch ist Karl Maria von Weber in Eutin geboren.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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