Gruß aus Tuzla

Tuzla

Tuzla in Bosnien unter österreichischer Verwaltung (1878-1918), Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Tuzla 11.034 Einwohner (1895)

Tuzla, Appelplatz
Tuzla, Appelplatz

Tuzla (Unter-Tuzla, Dolnja-Tuzla) in Bosnien unter österreichischer Verwaltung (1878-1918)

Tuzla (Unter-Tuzla, Dolnja-Tuzla) ist eine Kreisstadt in Bosnien.

Tuzla liegt an beiden Ufern der Jalta und an der Bahnlinie Doboj-Tuzla-Siminhan.

Gruß aus Tuzla
Gruß aus Tuzla

Die Stadt Tuzla ist Sitz eines griechisch-orientalischen Bischofs, eines Muftis, eines Militär-Platzkommandos und eines Bezirksgerichts, mit 3 Brücken, zahlreichen Moscheen (darunter die Behrambeg-Moschee), Nonnenkloster und mehreren Kasernen. Im Jahr 1895 leben in Tuzla 11.034 Einwohner, davon 5984 Moslems. An der Stelle des alten Kastells ist jetzt der Appellplatz mit einem Obelisk.

Tuzla, Binartgasse
Tuzla, Binartgasse

Tuzla hat lebhaften Handel, besonders mit Vieh und Pferden, eine Volks- und Handelsschule, eine Mädchenschule und höhere islamische Schule, ein Spital, den Elisabethpark, reiche Kohlenlager und berühmte Salzquellen, von denen Tuzla seinen Namen hat (Tuz = Salz). In der Nähe der Stadt liegt eine große Saline. Bei Tuzla, dessen Umgebung reich an Bogumilengräbern ist, und das 1225 Hauptstadt der Provinz Soli war, siegte 1693 der kaiserliche Feldherr Perčinlija über die Türken. Am 9. – 10. August 1878 fochten hier österreichische Truppen mit den Insurgenten.

Tuzla, Ansicht
Tuzla, Ansicht

Tuzla ist heute eine Stadt in Bosnien und Herzegowina.

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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