Tuchel

Tuchel, Landratsamt
Tuchel, Landratsamt

Tuchel in Westpreußen im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Tuchel 3448 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Tuchel, Blick auf Tuchel
Tuchel, Blick auf Tuchel

Tuchel in Westpreußen im Königreich Preußen

Tuchel ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Marienwerder.

Landkarte Westpreussen
Landkarte Westpreussen

Tuchel liegt unweit der Brahe, 103 Meter über dem Meer und an der Staatsbahnlinie Neustettin-Goßlershausen. Die Stadt Tuchel hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein altes Schloss (jetzt Sitz des Landratsamtes), ein katholisches Schullehrerseminar,

Tuchel, Gesamtbild
Tuchel, Gesamtbild

eine höhere Privatknabenschule, ein Amtsgericht, eine Gold- und Silberwaren-, eine Holzbearbeitungs- und eine Kalksandsteinfabrik, 3 Dampfsägemühlen und eine Dampfziegelei.

Tuchel, Landratsamt
Tuchel, Landratsamt

Im Jahr 1905 leben in Tuchel 3448 Einwohner, der Großteil sind Katholiken, 944 Evangelische und 290 Juden. Unmittelbar bei der Stadt die Dörfer Neu-Tuchel und Koslinka mit zusammen über 2000 Einwohner.

Tuchel, Kriegerdenkmal
Tuchel, Kriegerdenkmal

Tuchel wurde um 1187–1207 unter dem Herzog Sambor I. von Pomerellen gegründet. Nordöstlich von Tuchel erstreckt sich im Gebiete des Schwarzwassers und der Brahe die 112 km lange, 30–35 km breite, meist mit Kiefernwald bedeckte Tucheler Heide.

Tuchel, Krankenhaus
Tuchel, Krankenhaus

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
  • „Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit“ von Heinz Nawratil, Universitas 2007

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