Grünberg, Grünbergshöhe, Weinlese

Grünberg

Grünberg in Schlesien im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Grünberg in Schlesien 21.631 Einwohner – 1905 = 202. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Grünberg in Schlesien
Grünberg in Schlesien

Mit der Stadt Grünberg in Schlesien gibt es im Deutschen Reich (Kaiserreich) 13 Städte und Gemeinden mit Namen Grünberg:

 

Grünberg in Schlesien im Königreich Preußen

Grünberg in Schlesien ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Liegnitz.

Grünberg in Schlesien ist von zwei Hügeln, die mit ausgedehnten Weinbergen und Obstgärten bedeckt sind, umgeben, zwischen denen sich die aussichtsreiche Grünbergshöhe und der Augustberg erheben. Grünberg liegt an der Staatsbahnlinie Glogau-Reppen und 140 Meter über dem Meer.

Grünberg, Bahnhofstraße
Grünberg in Schlesien, Bahnhofstraße

Die Stadt Grünberg in Schlesien hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, Realgymnasium, Amtsgericht, Nebenstelle der Reichsbank, treibt bedeutende Fabrikation von Tuch, Woll- und Halbwollwaren, Filz, Teppichen, Glas und Papier, Zwirnerei, Seilerei, Fabriken für Brückenbau u. Maschinen, Bierbrauerei, Schaumweinfabrikation, Kognakbrennerei, Braunkohlenbergbau, Obstbau, Herstellung von Obstsäften und Backobst.

Grünberg, Niedertorstraße
Grünberg in Schlesien, Niedertorstraße

Im Jahr 1900 leben in Grünberg in Schlesien 20.983 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 2747 sind Katholiken und 153 Juden. Der Weinbau, in der Stadt auf 700 Hektar, in der Umgegend auf 800 Hektar betrieben, besteht schon seit 1150 und liefert außer Speisetrauben zum Versand auch ca. 30–35.000 hl Wein (Grünberger).

Grünberg, Weinlese
Grünberg in Schlesien, Weinlese

In der Nähe ist der Meiseberg, 221 Meter über dem Meer, mit Bismarckturm. Die Stadt Grünberg in Schlesien, die wahrscheinlich um 1310 deutsches Stadtrecht erhielt, gehörte ehemals zum Fürstentum Glogau und wurde mit diesem 1339 böhmisches Lehen.

Grünberg, Katholische Kirche
Grünberg in Schlesien, Katholische Kirche

Ende des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) wird Grünberg in Schlesien von der Roten Armee erobert und später der polnischen Verwaltung übergeben. Die Bewohner, soweit sie nicht vorher geflohen, ermordet oder verschleppt wurden, werden vertrieben. Die Polen nennen die Stadt nun Zielona Gora.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
  • „Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit“ von Heinz Nawratil, Universitas 2007

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