Schutzmann

Schutzmannlied

Das „Schutzmannlied“, 1908.

Das „Schutzmannlied“ ist Teil der Berliner Metropol-Revue „Donnerwetter! – Tadellos!“, Premiere war am 5. September 1908. Vorgetragen wird das Schutzmannlied hier vom Berliner Varietékünstler Henry Bender (01.10.1867 in Berlin – 14.05.1933 in Berlin).

Das Schutzmannlied

Komponist: Paul Lincke (1866 – 1946)
Text: Julius Freund (1864 – 1914)

Der Schutzmann heutzutag‘
hat manche Müh‘ und Plag‘,
hat kolossal zu tun,
darf Tag und Nacht nicht ruh’n.

Sein Amt ist riesig schwer,
denn mitten im Verkehr
von früh bis abends
steht er an der Ecke stets.

Es ist der Schutz- Schutz- Schutzmann
zu so manchem Nutz.
Wozu er früher viel zu dumm,
jetzt wünscht es das Präsidium.

Jetzt ist der Arbeit froh
der neue Po- Po- Po-,
der neue Polizeipräfekt,
den wir in Teltow ha’m entdeckt.

Wenn wir am Straßenrand
erheben stolz die Hand,
dann steht die Wagenburg,
dann könn’n die Leute durch.

Doch wenn die Damenwelt
sich gar zu ängstlich stellt,
nicht über’n Damm sich traut
und zaghaft um sich schaut.

Dann ist der Schutz- Schutz- Schutzmann
als Begleiter Nutz.
Dem zarten Wesen reicht galant
als Kavalier er seine Hand.

Sie wackeln seelenfroh
mit ihrem Po- Po- Po-,
mit ihrem Polizisten stramm
als schöne Leute über’n Damm.

Bei Werner wird – Ojeh!
gestohlen ein Collier.
Der Diebin, die’s gemopst,
bin ich gleich nachgehopst.

Als ich im Polenland
die Dame endlich fand,
da sah ich keine Spur
von jener Perlenschnur.

Da war dem Schutz- Schutz- Schutzmann
seine Klugheit Nutz.
Ein Mädel wandt‘ sich an ein Schlau’s
da kam auf einmal alles ‚raus.

Warum, wodurch, wieso?
Nur durch den Po- Po- Po-,
dem Polizisten, der’s verstund,
wie man die Sache deichseln kunnt.

Quelle: youtube.com

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