Wandsbek

Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig

Wandsbek 31.565 Einwohner – 1905 = 126. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Wandsbek, Hamburgerstraße
Wandsbek, Hamburgerstraße

Wandsbek

Wandsbek ist eine Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig. Sie liegt nordöstlich von Hamburg, mit dem es durch elektrische Straßenbahn verbunden ist, an der Wandse und der Linie LübeckHamburg der Lübeck-Büchener Eisenbahn.

Wandsbek hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein Gymnasium mit Realschule, ein Theater, Amtsgericht, Hauptsteueramt, Kornbranntweinbrennerei und Preßhefenfabrikation, 2 Bierbrauereien, 3 Lederfabriken, eine Kunstanstalt, Tabak-, Zigarren-, Öl-, Draht- und Zuckerwarenfabrikation etc., Maschinenbau, eine große Mühle, Ziegeleien und bedeutende Gärtnerei.

Im Jahr 1905 leben hier mit der Garnison (ein Husarenregiment Nr. 15) 31.563 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 1092 Katholiken und 208 Juden. In Wandsbek lebten die Dichter Voß und Matthias Claudius, von denen letzterer hier 1771–75 den „Wandsbecker Boten“ herausgab und auch ein Denkmal erhalten hat.

Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg und dem Deutschen Krieg fiel Wandsbek 1866 an das Königreich Preußen. Wandsbek ist Stadt seit 1870 und seit 1901 Stadtkreis. Schon 1916 gab es erste Bestrebung die Stadt mit Hamburg zu vereinigen. 1937 bestimmte das Groß-Hamburg-Gesetz eine Eingemeindung der Stadt, welche 1938 vollzogen wurde. 1943 wurde Wandsbek von britischen Bomben stark zerstört.

 

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