Lörrach

Stadt im Großherzogtum Baden, Hauptstadt des Kreises Lörrach

Lörrach 10.347 Einwohner 1900 (Städte im Kaiserreich)

Lörrach, Ansicht
Lörrach, Ansicht

 

Lörrach

Lörrach ist eine Stadt im Großherzogtum Baden, Hauptstadt (und Amtsstadt) des Kreises Lörrach, der 960 km² (17,44 Quadratmeilen) mit im Jahr 1900 = 102.453 Einwohner (59.732 Evangelische, 41.758 Katholiken, 798 Juden) umfasst. Die Stadt liegt im alten Markgräflerland an der Wiese, 296 Meter über dem Meer und ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Basel-Zell i. W. und Lörrach-Leopoldshöhe.

Lörrach hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein Realgymnasium mit Progymnasium, Amtsgericht, 2 Bezirksforsteien, Hauptsteueramt, Reichsbanknebenstelle, eine große Woll- und Baumwolldruckerei mit 1400 Arbeitern und Ausfuhr nach überseeischen Ländern, eine große Tuchfabrik, Seidenbandfabrikation, Baumwollspinnerei und -Weberei, eine Schokoladenfabrik, mechanische Werkstätten, Eisen- und Messinggießerei, starken Obst- und Weinbau.

Im Jahr 1900 leben hier 10.347 Einwohner, davon 3861 Katholiken. In der Nähe das Schloss Rötteln, früher Sitz der Markgrafen von Hochberg, 1678 von den Franzosen zerstört, seit 1867 restauriert. Lörrach erhielt schon 1403 Marktgerechtigkeit und wurde 1682 und nochmals 1756 zur Stadt erhoben.