Bergedorf, Vierländer, Vierländerin, Club- und Ballhaus Portici

Bergedorf

Bergedorf im Deutschen Reich 1871 – 1918 (Kaiserreich), Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Stadt Bergedorf 10.250 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

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Bergedorf im Deutschen Reich 1871 – 1918 (Kaiserreich)

Bergedorf ist eine hamburgische Landherrenschaft. Sie liegt zwischen Elbe und Bille, ist 87 km² (1,58 Quadratmeilen) groß und hat sehr fruchtbaren Marschboden (die Vierlande). Im Jahr 1900 leben hier 23.728 Einwohner.

Die Stadt Bergedorf, an der Bille, liegt an einem schiffbaren Kanal, der Elbe und Bille verbindet, und an der Staatsbahnlinie BerlinHamburg. Sie hat eine evangelische und eine katholische Kirche, ein Schloss, Realschule, Progymnasium, Amtsgericht, Blindenanstalt für Kinder, Blindenheim, Stuhlrohr-, Glas-, Bürsten- und Knopffabrikation, Emaillierwerk, Gerberei und Ziegelbrennerei.

Im Jahr 1900 leben in der Stadt Bergedorf 10.250 meist evangelische Einwohner. Sie erhielt schon 1275 das lübische Recht, gehörte zunächst zu Sachsen-Lauenburg, wurde 1420 von Lübeck und Hamburg erobert und ging erst 1868 aus dem Gemeinbesitz an Hamburg über.

 

Briefmarken Bergedorf

Ab 1. November 1861 wurden in Bergedorf fünf Freimarken zu ½, 1, 1½, 3 und 4 Schilling ausgegeben. Die Marken galten bis zum 31. Dezember 1867. Ab 1. Januar wurden die Marken des Norddeutschen Postbezirks eingeführt.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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