Bergedorf

Landherrenschaft und Stadt im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg

Stadt Bergedorf 10.250 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Bergedorf
Bergedorf

Bergedorf

Bergedorf ist eine hamburgische Landherrenschaft. Sie liegt zwischen Elbe und Bille, ist 87 km² (1,58 Quadratmeilen) groß und hat sehr fruchtbaren Marschboden (die Vierlande). Im Jahr 1900 leben hier 23.728 Einwohner.

Die Stadt Bergedorf , an der Bille, liegt an einem schiffbaren Kanal, der Elbe und Bille verbindet, und an der Staatsbahnlinie Berlin-Hamburg. Sie hat eine evangelische und eine katholische Kirche, ein Schloß, Realschule, Progymnasium, Amtsgericht, Blindenanstalt für Kinder, Blindenheim, Stuhlrohr-, Glas-, Bürsten- und Knopffabrikation, Emaillierwerk, Gerberei und Ziegelbrennerei. Im Jahr 1900 leben in der Stadt Bergedorf 10.250 meist evangelische Einwohner. Sie erhielt schon 1275 das lübische Recht, gehörte zunächst zu Sachsen-Lauenburg, wurde 1420 von Lübeck und Hamburg erobert und ging erst 1868 aus dem Gemeinbesitz an Hamburg über.

Briefmarken

Bergedorf 4 Schillinge
Bergedorf 4 Schillinge

Ab 1. November 1861 wurden in Bergedorf fünf Freimarken zu ½, 1, 1½, 3 und 4 Schilling ausgegeben. Die Marken galten bis zum 31. Dezember 1867. Ab 1. Januar wurden die Marken des Norddeutschen Postbezirks eingeführt.