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Provinz Schleswig-Holstein

(Elbherzogtümer)

Provinzhauptstadt Schleswig

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Fahne - Landesfarben der preu�ischen Provinz Schleswig-Holstein

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Schleswig-Holstein

Provinz Schleswig-Holstein

Lage der Provinz Schleswig-Holstein im Deutschen Reich Wappen der preu�ischen Provinz Schleswig-Holstein Landkarte Provinz Schleswig-Holstein 1914
Provinz Schleswig-Holstein, Lage im Deutschen Reich Provinz Schleswig-Holstein - Wappen Provinz Schleswig-Holstein, Landkarte 1914

 

Provinz Schleswig-Holstein

Schleswig - Partie vom Holm
Schleswig - Chemnitz-Bellmann-Denkmal
Schleswig - Regierungsgeb�ude
Schleswig - Partie vom Holm Schleswig - Chemnitz-Bellmann-Denkmal Schleswig - Regierungsgebäude

 

Geschichte

Die Rendsburger Linie des Schauenburgischen Hauses hatte 1386 das Herzogtum Schleswig und den größten Teil von Holstein unter ihrer Herrschaft vereinigt. Nachdem diese 1459 ausgestorben war, wählten die Stände 1460 Christian I. von Dänemark zum Herzog, der versprechen musste, dass "die Lande ewig zusammenbleiben sollten ungeteilt". Trotzdem war das Land seit 1481 unter seinen Söhnen, dem dänischen König Hans (Segeberger Anteil) und dem Herzog Friedrich I. (Gottorpischer Anteil) geteilt, bis es  1523 wieder vereinigt wurde. Eine abermalige Teilung erfolgte 1544 unter Friedrichs Söhnen Christian III., der die königliche (Segeberger, später Glückstadter) Linie, Johann der Ältere, der die Haderslebener Linie (1580 erloschen), und Adolf, der die Linie Holstein-Gottorp begründete, während der zweite Sohn Christians III., Johann der Jüngere, 1564 Stifter der später vielfach geteilten apanagierten Sonderburgischen Linie wurde. Auf Adolf folgten die Herzöge Friedrich II. (1586-87), Philipp (bis 1590), Joh. Adolf (bis 1616), Friedrich III. (bis 1659), Christian Albrecht (bis 1694), Friedrich IV. (bis 1702), Karl Friedrich (bis 1739), Karl Peter Ulrich, als Peter III. russischer Zar (bis 1762), und Großfürst Paul (als Zar Paul I.). Letzterer trat 1773 seinen Anteil an Christian VII. (1766-1808) von Dänemark ab, worauf Schleswig, nun wieder vereinigt, als dänische Provinz behandelt wurde. Friedrich VI. (1808-39) musste für Holstein 1815 dem Deutschen Bund beitreten. Unter Christian VIII. (1839-48) trat die national-dänischen Partei dem Deutschtum in Schleswig rücksichtsloser entgegen. Der "Offene Brief vom 8. Juli 1846" erklärte das dänische Erbfolgegesetz auch für Schleswig, Lauenburg und einige Teile Holsteins für gültig und rief eine Opposition hervor. Als Friedrich VII. (1848-63) am 28. Januar 1848 die völlige Vereinigung Schleswigs mit Dänemark proklamierte, folgte der bewaffnete Widerstand in Schleswig. Anfangs wurde Schleswig vom Deutschen Bund unterstützt (Deutsch-Dänischer Krieg von 1848-50), jedoch als dieser infolge Russlands Einmischung am 2. Juli 1850 Frieden schloss, aufgegeben. Schleswig musste sich unterwerfen und wurde seitdem von den Dänen willkürlich beherrscht und danisiert.

Deutsch-Dänische Grenze bei Skodborghus
Deutsch-Dänische Grenze bei Farris
Deutsch-Dänische Grenze bei Skodborghus Deutsch-Dänische Grenze bei Farris

 

Der dänische Reichsrat nahm 1863 eine Verfassung an, die Schleswig vollständig Dänemark einverleibte; diese bestätigte der durch das Londoner Protokoll vom 18. Mai 1852 zum Nachfolger Friedrichs VII. bestimmte Prinz Christian von Glücksburg. Als sich darauf Prinz Friedrich von Augustenburg als Friedrich VIII. zum Herzog von Schleswig erklärte, beschloss der Deutsche Bund bis zur Entscheidung der Sukzessionsfrage die Besetzung von Holstein, die im Dezember vollendet wurde. Österreich und Preußen verlangten die Aufhebung der Verfassung von 1863. Auf die Weigerung Dänemarks rückten ihre Truppen in Schleswig ein (Deutsch-Dänischer Krieg von 1864) und nötigten Dänemark im Wiener Frieden vom 30. Oktober 1864 zum Verzicht auf Schleswig. Über die Verwaltung der Herzogtümer kam es bald zwischen Österreich und Preußen zu Zwistigkeiten, die Veranlassung zum Deutschen Krieg von 1866 gaben. Im Frieden von Prag am 23. August 1866 trat Österreich seine Rechte auf Schleswig an Preußen ab. Die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden durch Gesetz vom 24. Dezember 1866 mit der Preußischen Monarchie vereinigt, nachdem durch Vertrag vom 27. September 1866 ein Teil von Holstein (Amt Ahrensböck) an Oldenburg abgetreten war. Durch königlichen Erlass vom 20. Juni 1868 wurde die Bezirksregierung in Kiel mit der in Schleswig vereinigt, so dass die Provinz Schleswig-Holstein nur einen Regierungsbezirk bildet. Das Herzogtum Lauenburg, welches im Wiener Frieden 30. Oktober 1864 an Österreich und Preußen gelangte, ging am 15. September 1865 endgültig in den Besitz der Krone Preußens über und wurde am 1. Juli 1876 mit der Preußischen Monarchie und speziell mit der Provinz Schleswig-Holstein vereinigt. Am 8. September 1890 erfolgt gemäß dem Helgoland-Sansibar-Vertrag die Besitzergreifung von Helgoland in Gegenwart Kaiser Wilhelms II.

 

 

Provinz Schleswig-Holstein

Daten

Altona - Palmaille mit Siegesdenkmal
Altona - Rathaus
Altona - Palmaille mit Siegesdenkmal Altona - Rathaus

 

Verwaltungshauptstadt: Schleswig = 1905 - 19.032 Einwohner

Reichstag: 10 Abgeordnete

Preußisches Abgeordnetenhaus: 19 Mitglieder

Größe: 19.004,28 km² (345,17 Quadratmeilen)

Gerichtsbezirke: Die Provinz Schleswig-Holstein bildet den Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts Kiel, diesem sind unterstellt 3 Landgerichte mit 68 Amtsgerichten:

  1. Landgericht Altona (Elbe) mit den Amtsgerichten: Ahrensburg, Altona (Elbe), Bargteheide, Blankenese, Eddelak, Elmshorn, Glückstadt, Itzehoe, Kellinghusen, Krempe, Lauenburg (Elbe), Marne, Meldorf, Mölln (Lauenburg), Oldesloe, Pinneberg, Rantzau, Ratzeburg, Reinbek, Reinfeld (Holstein), Schwarzenbek, Steinhorst (Lauenburg), Trittau, Uetersen, Wandsbek und Wilster.
  2. Landgericht Flensburg mit den Amtsgerichten: Apenrade, Bredstedt, Flensburg, Friedrichstadt, Garding, Hadersleben, Husum, Kappeln, Leck, Lügumkloster, Niebüll, Norburg, Rödding, Schleswig, Sonderburg, Tönning, Tostlund, Tondern, Westerland und Wyk.
  3. Landgericht Kiel mit den Amtsgerichten: Bordesholm, Bramstedt, Burg a. Fehmarn, Eckernförde, Gettorf, Heide (Holstein), Heiligenhafen, Hohenwestedt, Kiel, Lütjenburg, Lunden, Neumünster, Neustadt (Holstein), Nortorf, Oldenburg (Holstein), Plön, Preetz, Rendsburg, Schenefeld, Schönberg (Holstein), Segeberg und Wesselburen.
Apenrade - Stadtbild
Apenrade - Aubeckerbucht
Apenrade - Stadtbild Apenrade - Aubeckerbucht


Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 1.621.004 Einwohner:

  • 830.834 männlich
  • 790.170 weiblich
1835 1864 1880 1890 1900 1905 1910
772 974 960 306 1.127.149 1.219.523 1.387.968 1.504.248 1.621.004

Natürliche Gebiete: In Schleswig-Holstein liegen Höhenrücken, Heideebenen und Marschraum nebeneinander, Inseln an der Ostküste (Alsen 310 km² gegenüber der Halbinseln Sundewitt und Düppel, Fehmarn 185 km²), an der Westküste die Inseln des Wattenmeeres und Helgoland.

Geschichtlich drei Teile; die Herzogtümer Schleswig (nördlich der Eider), Holstein (südlich der Eider) und Lauenburg.

Gewässer: Unterelbe, Eider, Eiderkanal, Kaiser-Wilhelm-Kanal, Elb-Trave-Kanal, Grenzfluss Königsau, Schwentinesee.

Flensburg - Nordertor
Flensburg - Schifbruske
Flensburg - Nordertor Flensburg - Schifbruske

 

Klima: Seeklima, reichlich Niederschläge, selten Windstille, im Frühjahr und Herbst Stürme.

Bewohner:

  • In den Marschen zwischen Elbe und Eider der niedersächsisch-friesische Stamm der Dithmarscher, in der Halbinsel Angeln der gleichnamige Volksstamm. Friesen an der Westküste, die noch teilweise ihre Stammessprache sprechen.
  • Nördlich der Linie Tondern-Flensburg 132.217 Personen mit dänischer Muttersprache.
  • 19.650 Personen mit friesischer Muttersprache.
  • 1905: 30.803 Reichsausländer (meist Dänen, dann Österreicher und Schweden).

Bevölkerungsdichte: 79,1/km²

Religion:

1871 1905
  • 985.698 Evangelische
  •     6.152 Katholiken
  •     3.729 Juden
  •        294 Sonstige
 
  • 1.454.526 Evangelische
  •      41.227 Katholiken
  •        3.270 Juden

 

Sonderburg - Düppelstraße
Sonderburg - Rathausmarkt Perlstraße
Sonderburg - Düppelstraße Sonderburg - Rathausmarkt Perlstraße


Militär: 1881 - Die Provinz ist Ersatzbezirk für den größeren Teil des IX. Armeekorps (35., 36. und zum Teil 33. Brigade), Garnisonbezirk für die 18. Division des IX. Armeekorps mit General-Kommando in Altona. Befestigungen befinden sich in Sonderburg-Düppel, Friedrichsort und Kriegshafen Kiel mit der Marinestation der Ostsee.

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft ist blühend, die Rindviehzucht nimmt die erste Stelle in Preußen ein (Breitenburger Rindvieh), Pferdezucht (2. Platz in Preußen), geringster Waldbestand unter den preußischen Provinzen (6,5 %), wichtigstes Fischereizentrum Preußens.
  • Bergbau - Bohrungen auf Petroleum bei Heide, große Torflager.
  • Industrie nur Schiffbau, aber dieser hervorragend (Kiel - Kaiserliche Werft, Altona, Flensburg), Eisengießereien und Maschinenbau, Tuchfabriken in Neumünster.
  • Handel ist hervorragend auf Grund der Meereslage, Seehandel in Kiel.
Kiel - Kaiserliche Werft
Kiel - Krupp'sche Werft
Kiel - Krupp'sche Werft

 

Provinz Schleswig-Holstein

Postwesen und Briefmarken im Königreich Preußen

Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

1857 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Erste Preußische Freimarke von 1857 Letzte Preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste Preu�ische Freimarke von 1857 Letzte Preu�ische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit W�hrung Taler Deutsche Reichspost mit W�hrung Taler Deutsche Reichspost mit W�hrung Mark
6 Pfennige 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg

Provinz Schleswig-Holstein

Währungen und Münzen im Königreich Preußen

1868 - 1875 ab 1875
  1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

 

K�nigreich Preu�en - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Wilhelm K�nig von Preu�en - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

Königreich Preußen - 1 Taler, 1860

Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

 

Provinz Schleswig-Holstein

Oberpräsidenten 1867 - 1918

Dienstzeit Name Lebensdaten
1867 - 1879 Carl Theodor August von Scheel-Plessen 1811 - 1892
1879 - 1880 Carl Heinrich von Boetticher 1833 - 1907
1880 - 1896 Georg Franz Maximilian von Steinmann 1830 - 1901
1897 - 1901 Ernst Matthias von Köller 1841 - 1928
1901 - 1906 Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowski 1850 - 1941
1906 - 1907  Kurt Ludwig Karl von Dewitz 1847 - 1925
1907 - 1914 Detlev Wilhelm Theodor von Bülow 1854 - 1926
1914 - 1918 Friedrich Ludwig Elisa von Moltk 1852 - 1927

 

 

Provinz Schleswig-Holstein

Administrative Einteilung

Die oberste Verwaltung der Provinz Schleswig-Holstein wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Schleswig ausgeübt, welches dem Königlichen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz Schleswig-Holstein bildet den Regierungsbezirk Schleswig und wird in 25 Kreise (inklusive Stadtkreise) eingeteilt:

Regierungsbezirk Schleswig mit einer Fläche von 19 004,28 km² und 1.504.339 Einwohnern (Jahr 1910), gliedert sich in 25 Kreise (inklusive Stadtkreise):

Altona (Stadt) , Apenrade, Bordesholm, Eckernförde, Eiderstedt, Flensburg (Stadt), Flensburg (Land), Hadersleben, Herzogtum Lauenburg (Sitz in St. Georgsberg), Husum, Kiel (Stadt), Neumünster (Stadt), Norderdithmarschen (Sitz in Heide), Oldenburg in Holstein, Pinneberg, Plön, Rendsburg, Schleswig, Segeberg, Sonderburg, Steinburg, Stormarn (Sintz in Wandsbek), Süderdithmarschen (Sitz in Meldorf), Tondern und Wandsbek (Stadt)

Altona - Elb-Chaussee (1913)

Altona - Elb-Chaussee (1913) Flensburg - Panorama Wandsbek - Schlosstrasse Elmshorn - Hotel Holsteiner Hof Westerland - Blick auf Terrassen und Strandhallen (1911)
Altona - Kaiserstrasse Flensburg - Blick vom Ballastberg Neumünster - Am Teich Elmshorn - Hafen Reinfeld in Holstein - Partie am kleine See
Altona - Kriegerdenkmal Flensburg - Marinestation Neumünster - Am Teich Elmshorn - Hotel Mangels Brunsbüttelkoog - Fahrstraße
Kiel - Stadttheater, Germania-Werft, Schloss, Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal Flensburg - Hafenpartie Schleswig - Panorama Rendsburg - Altstädter Markt Hademarschen - Theodor-Storm-Straße
Kieler Woche 1903 Flensburg - Toosbuystrasse Schleswig - Schlosshof Rendsburg - Königliches Lehrer-Seminar mit Präparandeum Apenrade - Totalansicht

Kiel - Haupteinfahrt der Kaiserlichen Werft

Flensburg - Wrangel-Denkmal

Itzehoe - Klosterhof Rendsburg - Reichsbank Hadersleben - Kleinbahnhof - Süder-Brücke
Düppel - Mühle Düppelhöh bei Sonderburg - Düppeldenkmal Süderholz Plön - Königliches Augusta Victoria Gymnasium Hadersleben - Kaserne II. Batl. Int-Regt. von Manstein
 
Düppeler Schanzen Schönhagen   Sylt - Friesenhäuser Sonderburg
  Sonderburg - Perlstrasse
Helgoland - Der Mönch Kappeln   Sonderburg - Perlstrasse Sonderburg - Rathausmarkt

 

Sitze der alten Landratsämter:

  • Apenrade = Schloss Brunlund b.A.
  • Eiderstedt = Tönning
  • Husum = Schloss vor H.
  • Oldenburg = Cismar b. Neustadt i. H.
  • Norderditmarschen = Heide
  • Süderditmarschen = Meldorf
  • Steinburg = Itzehoe
  • Stormarn = Schloss Reinbeck

 

 

Provinz Schleswig-Holstein

Schiffe der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Schleswig-Holstein

S.M.S. Helgoland



Schleswig-Holstein-Lied

(1844)

Ursprungstext: Karl Friedrich Straß

Endgültiger Text: Matthäus Friedrich Chemnitz

Melodie: Carl Gottlieb Bellmann

1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen,
Deutscher Sitte hohe Wacht,
Wahre treu, was schwer errungen,
Bis ein schöner Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Wanke nicht, mein Vaterland!
2. Ob auch wild die Brandung tose,
Flut und Flut von Bai zu Bai,
O laß blüh'n in deinem Schoße
Deutsche Tugend, deutsche Treu!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Bleibe treu, mein Vaterland!
3. Doch, wenn innre Stürme wüten,
Drohend sich der Nord erhebt,
Schütze Gott die holden Blüten,
Die ein milder Süd belebt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Stehe fest, mein Vaterland!
4. Gott ist stark auch in den Schwachen,
Wenn sie gläubig ihm vertraun;
Zage immer, und dein Machen
Wird trotz Sturm den Hafen schaun!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Harre aus, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Harre aus, mein Vaterland!
5. Von der Woge, die sich bäumet,
Längs dem Belt am Ostseestrand,
Bis zur Flut, die ruhlos schäumet
An der Düne flüchtgem Sand -
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Stehe fest, mein Vaterland!
6. Und wo an des Landes Marken
Sinnend blickt die Königsau,
Und wo rauschend stolze Barken
Elbwärts ziehn zum Holstengau -
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Bleibe treu, mein Vaterland!
7. Teures Land, du Doppeleiche
Unter einer Krone Dach,
Stehe fest und nimmer weiche,
Wie der Feind auch dräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
Wanke nicht, mein Vaterland!
 

 

Schleswig-Holstein nach 1918:

Gedenkblatt mit Schleswig-Briefmarken - Volksabstimmung Schleswig 14.März 1920 Deutsche Nothilfe - Wappenzeichnungen, Preußen, 1926

1919 Die preußische Provinz Schleswig-Holstein ist ein Land des Deutschen Reiches (Weimarer Republik).

1920

Obwohl Dänemark am 1. Weltkrieg gar nicht teilgenommen hatte, bestimmte der Versailler Vertrag 1919 eine Volksabstimmung in Nordschleswig. Um Dänemark den gewünschten Gebietsgewinn sicherzustellen wurde Nordschleswig in zwei Abstimmungszonen eingeteilt. In der nördlichen Zone votieren erwartungsgemäß 74,2 % der Stimmberechtigten für Dänemark, in der südlichen 80 % für Deutschland. Städte wie Sonderburg (56 %), Tondern (77 %) und Apenrade (55,1 %), die mehrheitlich für Deutschland votiert hatten, fielen so an Dänemark.
1937 Eingliederung des ehemaligen Fürstentums Lübeck (Landesteil Oldenburgs und der Freien und Hansestadt Lübeck in die preußische Provinz Schleswig-Holstein.
1945 Schleswig-Holstein ist Teil der britischen Besatzungszone.
Die Dänen sprengen in Nordschleswig die alten Denkmäler (u.a. das Düppeldenkmal) zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864.
1946 Am 23. August 1946 entsteht durch alliierten Beschluss das Land Schleswig-Holstein, mit Kiel als Hauptstadt.
1949 Schleswig-Holstein ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland.

 

Schleswig-Holstein aktuell:

Das 1946 gebildete Land Schleswig-Holstein, mit der Landeshauptstadt Kiel, besteht aus der ehemaligen

Schleswig-Holstein Landeshauptstadt: Kiel

Größe: 15 763,18 km²

Einwohner: 2 831 835 (2006)

Bevölkerungsdichte: 180/km²

 

externer Link:

Der Nordschleswiger - Deutsche Tageszeitung in Dänemark
 

 

 

 

 

 


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