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Prinz Friedrich Carl von Preußen

Preußischer General

Prinz Friedrich Karl von Preußen

Prinz Friedrich Carl Nikolaus von Preußen

* 20. März 1828 in Berlin

† 15. Juni 1885 in Klein-Glienicke bei Potsdam (Provinz Brandenburg)

 

Vater: Prinz Karl (Bruder Kaiser Wilhelm I.)
Mutter: Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar-Eisenach

 

Ehefrau:  Hochzeit am 29. November 1854 mit der Prinzessin Maria Anna (geb. 14. September 1837), Tochter des Herzogs Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau.

 

Kinder:

Prinzessin Marie (14. September 1855 - 21. Juni 1888), verheiratet seit 23. August 1878 mit dem Prinzen Heinrich der Niederlande, nach dessen Tod (13. Januar 1879) am 6. Mai 1885 mit dem Prinzen Albert von Sachsen-Altenburg vermählt
Prinzessin Elisabeth (8. Februar 1857 - 1895), verheiratet seit 18. Februar 1878 mit dem Erbgroßherzog Friedrich August von Oldenburg
Prinzessin Luise Margareta (geb. 25. Juli 1860), verheiratet seit 13. März 1879 mit Herzog Arthur von Connaught
Prinz Friedrich Leopold (geb. 14. November 1863)

 

Friedrich Karl Nikolaus, Prinz von Preußen, geboren am 20. März 1828 in Berlin, gestorben am 15. Juni 1885 in Klein-Glienicke bei Potsdam, Sohn des Prinzen Karl, Bruders des Kaisers Wilhelm I., und der Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar, trat als Knabe ins Heer, genoss 1842–46 in den militärischen Disziplinen den Unterricht des damaligen Majors (späteren Kriegsministers) von Roon, der ihm auch als militärischer Begleiter beim Besuch der Universität Bonn 1846 beigegeben wurde, machte 1848 den schleswigschen Feldzug als Hauptmann im Gefolge des Generals Wrangel mit und nahm 1849 als Major im Generalstab des damaligen Prinzen von Preußen an dem Feldzug in Baden teil, wo er bei Wiesenthal schwer verwundet wurde. In den nun folgenden Friedenszeiten 1852 Oberst, 1854 Generalmajor und 1856 Generalleutnant geworden, studierte Friedrich Karl die militärischen Wissenschaften und teilte die Ergebnisse seiner Studien einem engeren Kreis von Offizieren in Vorträgen und lithographierten Abhandlungen mit, die ohne Wissen des Prinzen 1860: "Eine militärische Denkschrift von P. F. K." veröffentlichten, die durch ihre Reformvorschläge großes Aufsehen erregte. Als Kommandeur des 3. Armeekorps (seit 1860) führte er diese Reformen praktisch durch, machte dieses Korps zur Pflanzschule seiner militärischen Ideen und erwarb sich besonders durch Einführung der aufgelösten Gefechtsordnung ein hervorragendes Verdienst.

1864 mit dem Oberbefehl über die preußischen Truppen in Schleswig-Holstein betraut, ging der Prinz Anfang Februar 1864 bei Arnis über die Schlei, zwang den Feind zur Aufgabe des Danewerks und erstürmte die Düppeler Schanzen (18. April). Nachdem Wrangel im Mai sein Kommando niedergelegt, eroberte er als Oberbefehlshaber der alliierten Armee Jütland und 29. Juni Alfen.

1866, während des Deutschen Krieges, rückte er als Oberbefehlshaber der ersten Armee (2., 3. u. 4. Korps) von der Oberlausitz in Böhmen ein, schlug 26. und 27. Juni bei Liebenau und Podol, am 28. bei Münchengrätz, 29. bei Gitschin die österreichisch-sächsischen Truppen unter Clam-Gallas, griff 3. Juli die österreichische Stellung bei Königgrätz an, hielt den numerisch überlegenen Gegner in der Front so lange auf, bis der Kronprinz auf dem Schlachtfeld eintraf und in der rechten, General Herwarth von Bittenfeld in der linken Flanke angriff. Von da marschierte der Prinz bis in die Nähe von Wien.

Kaiser Napoleon III. wird durch Bismarck zum König geleitet, 2. Dezember 1870 Prinz Friedrich Karl vor Metz, 27. Oktober 1870
Kaiser Napoleon III. wird durch Bismarck zum König geleitet, 2. Dezember 1870 Prinz Friedrich Karl vor Metz, 27. Oktober 1870

 

Im Deutsch-Französischen Krieg, 1870 mit dem Oberkommando über die zweite deutsche Armee betraut, hielt er 16. August bei Vionville die französische Rheinarmee unter Marschall Bazaine bei Metz zurück, brachte am 18. August bei Gravelotte durch den Sieg über den feindlichen rechten Flügel bei St.-Privat die Entscheidung, übernahm mit der ersten und zweiten Armee die Einschließung von Metz, schlug alle Ausfälle Bazaines zurück und zwang ihn zur Kapitulation vom 27. Oktober. Am 28. Oktober zum Generalfeldmarschall ernannt, zog Friedrich Karl am 2. November von Metz mit drei Armeekorps gegen die französische Loirearmee, um sie vom Vordringen gegen Paris abzuhalten, schlug die Angriffe der Franzosen zurück, ging am 3. Dezember seinerseits zur Offensive über, besetzte am 4. Dezember Orléans und trieb den Feind bis Bourges und Le Mans zurück. In mehreren Gefechten (6.- 12. Januar 1871) vereitelte er die Möglichkeit, Paris von Westen her zu entsetzen.

Nach dem Kriege zum Generalinspekteur der dritten Armeeinspektion des deutschen Reichsheers und zum Inspektor der preußischen Kavallerie ernannt, entfaltete er für die Ausbildung der Reiterei in Gemeinschaft mit dem General von Schmidt eine erfolgreiche Tätigkeit. Er war russischer Feldmarschall und Chef mehrerer preußischer, russischer und österreichischer Regimenter. Friedrich Karl gehörte dem konstituierenden Reichstag an. Er unternahm mehrere Reisen nach dem Orient; über die letzte, die ihn 1883 nach Ägypten und Syrien führte, erschien ein Prachtwerk (Berlin 1884). Seinen Namen führt seit 1889 das 8. brandenburgische Infanterieregiment Nr. 64. In Frankfurt a. O. und in Görlitz sind ihm Denkmäler errichtet. Der Prinz war seit 29. November 1854 vermählt mit der Prinzessin Maria Anna (geborben 14. September 1837), Tochter des Herzogs Leopold Friedrich von Anhalt. Kinder dieser Ehe sind: Prinzessin Marie, geboren 14. September 1855, seit 23. Aug. 1878 mit dem Prinzen Heinrich der Niederlande, nach dessen Tode (13. Jan. 1879) mit dem Prinzen Albert von Sachsen-Altenburg 6. Mai 1885 vermählt, gestorben 20. Juni 1888; Prinzessin Elisabeth, geboren 8. Februar 1857, seit 18. Februar 1878 Gemahlin des Erbgroßherzogs August von Oldenburg, gestorben am 28. August 1895; Prinzessin Luise Margareta, geboren am 25. Juli 1860, seit 13. März 1879 Gemahlin des Herzogs Arthur von Connaught; Prinz Friedrich Leopold, geboren 14. November 1863.

Metz - Esplanade mit Friedrich Karl-Denkmal
Metz am 18. November 1918 - zerstörtes Friedrich Karl Denkmal
Metz - Esplanade mit Friedrich Karl-Denkmal Metz am 18. November 1918 - zerstörtes Friedrich Karl Denkmal

 

 

Prinz Friedrich Carl von Preußen

Schiff der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Friedrich Carl - Panzerfregatte

 

 

 

 

 

 

 


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