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Fürstentum Reuß ältere Linie

(Greiz)

1790 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Greiz

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß ältere Linie

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß ältere Linie

Fürstentum Reuß ältere Linie

Thüringische Staaten Fürstentum Reuß ältere Linie

Wappen Fürstentum Reuß ältere Linie

Thüringische Staaten - Karte 1914

Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

Thüringische Staaten Fürstentum Reuß ältere Linie

Wappen Fürstentum Reuß ältere Linie

Thüringische Staaten - Karte 1914 Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

Greiz - Fürstliches Residenzschloss mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Heinrichsbrücke

Greiz - Fürstliches Residenzschloss mit Kaiser Wilhelm-Denkmal und Heinrichsbrücke

 

 

Reuß sind zwei souveräne deutsche Fürstentümer: Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz) und Reuß jüngere Linie (Reuß-Schleiz-Gera), deren Gebiet aus zwei getrennten Teilen besteht, wovon der nördliche (Unterland) an den preußischen Regierungsbezirk Merseburg, das Herzogtum Sachsen-Altenburg und das Großherzogtum Sachsen-Weimar grenzt, während der größere südliche Teil (Oberland) von Schwarzburg-Rudolstadt, dem preußischen Kreis Ranis, dem  Großherzogtum Sachsen-Weimar, dem Königreich Sachsen, Bayern (Oberfranken) und dem Herzogtum Sachsen-Meiningen eingeschlossen wird. Im allgemeinen ist das Land gebirgig, indem es von einem Teil des Thüringer Waldes (dem sogenannten Frankenwald) sowie von einem Teil des zwischen diesem und dem Erzgebirge befindlichen vogtländischen Mittelgebirges durchzogen wird. Die bedeutendsten Spitzen sind: der Sieglitz (747 m) und der Kulm (779 m). Die Hauptgewässer sind: die Saale mit der Selbitz, Lemnitz, Friesau, Wetterau und Sormitz im westlichen und die Weiße Elster mit der Göltzsch im östlichen Teile des Landes. An der südlichen Grenze entspringt die Rodach, die zum Main geht. Das Oberland führt an zahlreichen Punkten Stahlquellen, von denen die in der Nähe von Lobenstein gefasst sind und Anlass zu der Begründung der dortigen Bade- und Heilanstalt gaben. Das Klima ist gemäßigt, um den Frankenwald etwas rau, in den Gegenden an der Saale und um Gera weit milder. Die Fürstentümer Reuß haben einen Flächeninhalt von 1143,01 km² mit (1905) 215.187 Einwohner, wovon auf Reuß ältere Linie 316,3 km² mit 70.603 Einwohner, auf Reuß jüngere Linie 826,71 km² mit 144.584 Einwohner kommen. Reuß ältere Linie zählt 2 Städte, 2 Marktflecken und 71 Dörfer, Reuß jüngere Linie 6 Städte, 4 Marktflecken und 163 Dörfer. Städte mit über 10.000 Einwohner sind Greiz (23.118) und Gera (46.909). 1905 waren von den Einwohnern 209.189 evangelisch, 4011 katholisch, 1613 andere Christen, 344 Juden und 30 anderen Bekenntnisses. In Ebersdorf besteht eine Herrnhutergemeinde von 150 Seelen. Die Volksbildung steht auf hoher Stufe. Es bestehen in den Fürstentümern außer guten Volksschulen 2 Seminare (Schleiz und Greiz), 3 Gymnasien (Gera, Greiz und Schleiz), ein Realgymnasium, 2 höhere Töchterschulen, eine Handelsschule (Gera), eine Bauschule und eine Taubstummenanstalt (Schleiz), eine landwirtschaftliche Lehranstalt (Köstritz) und verschiedene Privatlehranstalten.

Greiz - Reuß ältere Linie
Greiz - Vogtland
Greiz - Reuß ältere Linie
Greiz - Reuß ältere Linie Greiz - Vogtland Greiz - Reuß ältere Linie

Fürstentum Reuß ältere Linie

Geschichte

Fürstentum Reuß ältere Linie - WappenAhnherr des Hauses Reuß ist Erkenbert, Herr von Weida (um 1122). Der deutsche Kaiser Heinrich VI., nach dem die männlichen Nachkommen angeblich den Namen Heinrich führen, verlieh dem Hause die Reichsvogteien Plauen (1569 an Kursachsen), Weida (1411 an Meißen) und Gera. Heinrich, Vogt von Plauen (gestorben vor 1296), erhielt infolge seiner Heirat mit der Tochter einer russischen Fürstin den Beinamen "Reuß" (deutsches Wort für Russe), der seinen Nachkommen blieb
Die Vorfahren des reußischen Fürstenhauses waren im 12. Jahrhundert kaiserliche Vögte im Sorbenland (Vogtland) und wurden allmählich selbstständig. Ihr Gebiet war einst erheblich größer und umfasste auch Plauen und Hof mit. 1564 teilten die Reußen ihr Herrschaftsgebiet in die Linien Obergreiz - mittlere Linie Reuß, in Untergreiz - ältere Linie Reuß und in Gera - jüngere Linie. Im Jahre 1616 starb die mittlere Linie Reuß aus und deren Gebiet wurde auf die beiden anderen Linien aufgeteilt. 1778 erfolgte die Ernennung zum Reichsfürsten für Reuß ältere Linie und 1790 bzw. 1806 für die Vertreter von Reuß jüngerer Linie. Alle Fürsten und Prinzen des Hauses Reuß führen den Namen Heinrich, wobei die ältere Linie alle hintereinander bis hundert, die jüngere bis zum Ende eines Jahrhunderts fortzählt und dann von vorne anfängt. Im Aussterben der einen Linie fällt das Land an die andere. 1802 legte ein verheerender Brand die Stadt Greiz in Schutt und Asche. Fürst Heinrich XXII. stand bis 1867 unter Vormundschaft seiner Mutter Caroline von Hessen. Sie war streng konservativ gesinnt und entschied sich im Deutschen Krieg von 1866 gegen Preußen. Preußen okkupierte daraufhin das kleine Fürstentum und erst am 26. September 1866 schloss Caroline Frieden mit Preußen. Das Land musste 100.000 Taler Kriegsstrafe zahlen und dem Norddeutschen Bund beitreten. Heinrich XXII. führte bei seinem Regierungsantritt eine neue ständische Volksvertretung mit allerdings wenig weitgreifender Mitwirkung bei der Finanzverwaltung und Gesetzgebung ein. Am 1. Juli 1867 ging die Militärhoheit im Fürstentum an Preußen über, 1871 wurde Reuß ältere Linie Bundesstaat des Deutschen Reiches. Nichtsdestoweniger trug der Fürst seine Abneigung gegen Preußen und das neue Reich offen zur Schau und brachte dies auch in seinen Handlungen, wo er nur konnte, zum Ausdruck. Da sein Sohn und rechtmäßiger Thronerbe Heinrich XXIV. (geb. 1878) infolge eines Unfalls im Kindesalter behindert ist und somit zur Regierung nicht fähig, wurde 1902 eine Regentschaft eingesetzt, zu deren Führung der regierende Fürst von Reuß jüngere Linie, Heinrich XIV., als nächster volljähriger Verwandter des fürstlichen Gesamthauses berufen war. Der Regent stellte mit Ablauf des Jahres 1902 das Erscheinen der reichsfeindlichen "Landeszeitung für das Fürstentum Reuß ältere Linie" ein und hob ein Verbot aus dem Jahr 1855, welches die Bildung politischer Vereine vollständig verbot, auf. Der gemeinschaftliche stellvertretende Bevollmächtigte der thüringischen Staaten beim Bundesrat in der Reichshauptstadt Berlin wurde auch vom Regenten für Reuß ältere Linie für dieses Fürstentum bevollmächtigt. 1905 wurde ein Lotterievertrag mit Preußen geschlossen, zuvor gehörte das Fürstentum dem hessisch-thüringischen Lotterieverband an. Dem seit 11. Juli 1867 regierenden Fürsten Heinrich XIV. Reuß jüngere Linie folgte am 29. März 1913 sein Sohn Heinrich XXVII. Reuß jüngere Linie als letzter reußischer Fürst.

Greiz - Oberes Schloss
Greiz - Fürstliches Residenzschloss
Greiz - Oberes Schloss Greiz - Fürstliches Residenzschloss

 

Fürstentum Reuß ältere Linie

Daten

Bundesrat: 1 Stimme

Reichstag: 1 Wahlkreis und 1 Abgeordneter

Landesparlament: 12 Abgeordnete, von denen 3 vom Landesherren ernannt, die übrigen als Vertreter des Großgrundbesitzes (2) direkt, der Städte (3) und Landgemeinden (4) indirekt auf sechs Jahre gewählt werden.

Haupt- und Residenzstadt: Greiz - 23.114 Einwohner (1905) - 191. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs. Die Stadt Greiz entstand als deutsche Burg im slawischen Umland.

Größe: 316,7 km²

Zeulenroda - Bahnhof
Zeulenroda - Kirchgasse
Zeulenroda - Bahnhof Zeulenroda - Kirchgasse


Gerichtsorganisation (1881): Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena.  Das Fürstentum hat ein Landesgericht in Greiz und Amtsgerichte in Burgk, Greiz und Zeulenroda.

 

Einwohner:

1871 1875 1880 1885 1900 1905
45.094 46.985 50.782 55.904 68.396 70.590

Klima: Mild

Gewässer: Von der Elster durchflossen.

Waldhaus bei Greiz
Ida-Waldhaus - Jagdschloss
Waldhaus bei Greiz Ida-Waldhaus - Jagdschloss

 

Bewohner: Ursprünglich slawische Sorben, spätere Einwanderung von thüringischen und fränkischen Siedlern.

Bevölkerungsdichte: 222,9/km²

Religionen:

Angaben 1871 für alle Thüringischen Staaten Angaben 1885 nur für Reuß ä.L. Angaben 1905 für beide reußischen Fürstentümer

1.047.841 Evangelische
13.041 Römisch-katholische (Meiningen und Eisenach)
  503 sonstige Christen
 3.309 Juden
2.637  Sonstige (Meiningen)
 

55.273 Evangelisch
582 Römisch-katholische
  49 Juden
 

209.189 Evangelische
 4.011 Römisch-katholische
 1.613  sonstige Christen
344  Juden
 30  andere Bekenntnisse
 In Ebersdorf besteht eine Herrnhutergemeinde von 150 Seelen




Greiz - Neumarkt
Greiz - Fürstlicher Park mit Blick nach dem Oberen Schloss
Greiz - Neumarkt Greiz - Fürstlicher Park mit Blick nach dem Oberen Schloss

Militär

  • 1881: Das Fürstentum Reuß ältere Linie gehört zum Ersatzbezirk des IV. Armeekorps.
  • 1905: In militärischer Hinsicht bilden die Truppen der beiden Reuß mit denen von Schwarzburg-Rudolstadt das 7. thüringische Infanterieregiment Nr. 96, das der 38. Division des 11. preußischen Armeekorps (Kassel) zugewiesen ist. In Gera befindet sich der Regimentsstab und außerdem ist dort ein Bataillon dieses Regiments stationiert, von dem allmonatlich ein kleines Detachement (Truppenabteilung) nach Greiz abgeschickt wird.

Wirtschaft: Die reußischen Fürstentümer gehören zu den industriereichsten Gebieten Deutschland - Strumpfwirkindustrie, Tischlerhandwerk und Gummi- und Strickwarenfabrik. Obgleich die reußischen Lande wegen ihrer gebirgigen Beschaffenheit die Landwirtschaft nicht zu begünstigen scheinen, so wird diese doch mit großer Sorgfalt betrieben.

Bretmühle im Elstertal bei Greiz
Greiz - Ansicht
Bretmühle im Elstertal bei Greiz Greiz - Ansicht

 

 

Fürstentum Reuß ältere Linie

Postwesen und Briefmarken

Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Fürstentum Reuß ältere Linie. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 1. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

bis 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Thurn und Taxis mit Währung Taler Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
1/4 Silbergroschen 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig
1/4 Silbergroschen 1/3 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

 

Fürstentum Reuß ältere Linie

Währungen und Münzen

bis 1875 ab 1875
1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

Fürstentum Reuß ältere Linie - 1 Pfennig, 1864

Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 2 Mark, 1901
Fürstentum Reuß ä. L. - 1 Pfennig, 1864 Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 2 Mark, 1901
Fürstentum Reuss ä. L. - 1 Silbergroschen, 1868 Heinrich XXIV. Fürst Reuß ä. L. - 3 Mark, 1909
Fürstentum Reuss ä. L. - 1 Silbergroschen, 1868 Heinrich XXIV. Fürst Reuß ä. L. - 3 Mark, 1909
Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 1 Taler, 1868 Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 20 Mark, 1875
Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 1 Taler, 1868 Heinrich XXII. ä. L. Fürst Reuß - 20 Mark, 1875

 

Fürstentum Reuß ältere Linie

Regenten

Fürsten von Reuß ältere Linie 1790 - 1918

regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Erkenbert von Weida (um 1120), Stammvater Heinrich (geb. 1506)

Regentschaft Name Lebensdaten
1743 - 1800 Fürst Heinrich XI. 1722 - 1800
1800 - 1817 Fürst Heinrich XIII. 1747 - 1817
1817 - 1836 Fürst Heinrich XIX. 1790 - 1836
1836 - 1859 Fürst Heinrich XX. 1794 - 1859
1859 - 1902
Fürst Heinrich XXII.
1859 - 1867 vormundschaftlich durch Caroline von Hessen-Homburg 1819 - 1872
1846 - 1902
1902 - 1918
Heinrich XXIV.  (einziger Sohn Heinrich XXII. war infolge eines Unfalls regierungsunfähig)
1902 - 1908 Fürst Heinrich XIV. jüngere Linie als Regent 1878 - 1927
1908 - 1918 Fürst Heinrich XXVII. jüngere Linie als Regent 1858 - 1928
1878 - 1927

  Heinrich XXII. Fürst zu Reuß ältere Linie galt unter den deutschen Bundesfürsten als größter Kritiker und Widersacher Kaisers Wilhelms II. Als besondere Ironie der Geschichte wurde ausgerechnet seine Tochter Hermine 1922 die zweite Ehefrau Wilhelms.

Heinrich XXII. Fürst zu Reuss ältere Linie Heinrich XIV. Fürst von Reuß jüngere Linie
Heinrich XXII. Fürst zu Reuß ältere Linie Heinrich XIV. Fürst von Reuß jüngere Linie (ab 1902 Regent)

 

Fürstentum Reuß ältere Linie

Administrative Gliederung

Das Fürstentum Reuß ältere Linie hat ein Landratsamt für das gesamte Land und zwei Stadtverwaltungen.

Das Fürstentum Reuß ältere Linie, 316,7 km² groß, besteht aus 2 Städten, 2 Marktflecken und 71 Dörfern:

Stadt Greiz und Stadt Zeulenroda, sowie die Gemeinden Altgernsdorf, Altgommla, Arnsgrün, Bernsgrün, Brückla, Büna, Burgk, Caselwitz, Cossengrün, Crispendorf, Daßlitz, Dobia, Dölau (Döhlau), Dörflas, Erbengrün, Eubenberg, Fraureuth, Friesau, Fröbersgrün, Frotschau, Gablau, Görschnitz (nur teilweise zu Reuß älterer Linie, der andere Teil gehört zum Königreich Sachsen), Gottesgrün, Grochwitz, Hain, Hainsberg, Herrmannsgrün, Hohenölsen (nur teilweise zu Reuß älterer Linie, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Hohndorf, Irchwitz, Kahmer, Kauern, Kleinreinsdorf, Kühdorf, Kurtschau, Leiningen, Lunzig, Mehla, Mohlsdorf, Mönchgrün, Möschlitz, Moschwitz, Naitschau, Neudörfel, Neugernsdorf, Neugommla, Neundorf, Nitschareuth, Obergrochlitz, Pahnstangen, Plothen (nur teilweise zu Reuß älterer Linie, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach) , Pohlitz, Pöllwitz (nur teilweise zu Reuß älterer Linie, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie), Raasdorf, Rauschengesees, Reinsdorf, Remptendorf, Reudnitz, Röppisch, Rothenthal, Sachswitz, Schönbach, Schönbrunn, Schönfeld, Sorge (nur teilweise zu Reuß älterer Linie, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Tschirma, Untergrochlitz, Waltersdorf, Wellsdorf, Wildetaube, Wolfshain, Zoghaus, Zoppoten

Greiz im Vogtland

Greiz - Blick auf das Justizgebäude und oberes Schloss

Greiz i.V. - Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit neuer großer Brücke

Greiz - Markt mit Rathaus Greiz im Vogtland
Greiz im Vogtland Greiz - Blick auf das Justizgebäude und oberes Schloss Greiz i.V. - Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit neuer großer Brücke Greiz - Markt mit Rathaus Greiz im Vogtland
Greiz um 1900 Greiz - weißes Kreuz und oberes Schloss Zeulenroda - Marktstrasse mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal Zeulenroda - Bergstrasse mit Cafe Reichskanzler Zeulenroda - Grünsplatz mit Oberrealschule
Greiz um 1900 Greiz - weißes Kreuz und oberes Schloss Zeulenroda - Marktstraße mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal Zeulenroda - Bergstraße mit Cafe Reichskanzler Zeulenroda - Grünsplatz mit Oberrealschule
  Elstertalbrücke bei Greiz   Döhlau bei Greiz  
  Elstertalbrücke bei Greiz   Döhlau bei Greiz  





Greiz - Ansicht
Greiz - Parksee
Greiz - Ansicht Greiz - Parksee

 

 

Reuß ä.L. nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

1918 Am 10. November 1918 verzichtet Fürst Heinrich XXVII. auf den Thron. Am 21. Dezember 1918 kommt zur Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft zwischen Reuß älterer und jüngerer Linie.
1919 Die beiden reußischen Fürstentümer vereinigen sich  am 4. April 1919 zum "Volksstaat Reuß"
1920 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt.
1944 Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet.
1945 Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen).
1949 Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik
1952 Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vorzunehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter.
1990 Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt.
1994 Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt. Die Stadt Greiz ist die Kreisstadt des Landkreises Greiz.

Der Freistaat Thüringen aktuell:

Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus

 

Freistaat Thüringen

Landeshauptstadt Erfurt

16.172 km²

2.158.744 Einwohner (2015)

 

 


 

 


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