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Düppeldenkmal und Arnkieldenkmal

bei Sonderburg - Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein

Nationaldenkmäler - Düppeldenkmal und Arnkieldenkmal

Düppeldenkmal

Düppeldenkmal




An die Kämpfe im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 erinnern das Düppeldenkmal am Platz einer früheren Schanze und das Alsen-Denkmal bei Arnkiel am Alsensund. Unmittelbar nach dem Krieg begann die Planung zwei traditionelle Denkmäler bei Düppel und auf Alsen zu errichtet. In engen Zusammenhang mit der Errichtung der Denkmäler war ein Siegesdenkmal (Siegessäule) in Berlin geplant. Mit der Planung der Projekte wurde der Preußische Oberhofbaurat Johann Heinrich Strack beauftragt. 1867 wurden 330.000 Taler für die drei Denkmalprojekte bewilligt.

Auf der höchsten Spitz der Düppelner Höhen, der ehemaligen Schanze Nummer 4, wurde eine 22 Meter hohe Sandsteinspitzsäule errichtet. Auf der Spitze befindet sich unter einem Kreuze ein Medaillonbild Kaiser Wilhelms I. Die vier großen Eckfiguren versinnbildlichen die am Sturm beteiligten Waffengattungen: Infanterist, Jäger, Artillerist und Pionier. Die Reliefs enthalten Szenen aus den Kampfhandlungen.


Reliefs des Düppeldenkmals

 Düppeldenkmal, Reliefs
 Düppeldenkmal, Reliefs
 Düppeldenkmal, Reliefs

Düppeldenkmal, Reliefs

 

 Düppeldenkmal, Inschrift

Düppeldenkmal, Inschrift

Die Inschrift lautet. "Den bei der Erstürmung der Düppeler Schanzen am 18. April 1864 siegreich Gefallenen zum fortdauernden Angedenken."

 

 

Durch den Deutschen Krieg von 1866 und den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde das dritte Denkmal in Berlin zur Siegessäule umdeklariert und 1873 eingeweiht.

Sonderburg - Düppeldenkmal
Sonderburg - Arnkieldenkmal
Sonderburg - Düppeldenkmal Sonderburg - Arnkieldenkmal

 

Obwohl Dänemark am 1. Weltkrieg nicht teilgenommen hatte, verlangte es während der Beratungen zum Versailler Vertrag einen Gebietszuwachs. Um die bereits versprochenen Gebietsabtretungen an Dänemark zu garantieren, wurde Nordschleswig (Provinz Schleswig-Holstein) in zwei Abstimmungszonen geteilt. In der nördlichen Zone votieren erwartungsgemäß 74,2 % der Stimmberechtigten für Dänemark, in der südlichen 80 % für Deutschland. Das Düppeldenkmal, das in Nordschleswig lag, gehörte damit plötzlich zu Dänemark. Am 9. April 1940 wurde Dänemark von der deutschen Wehrmacht im Rahmen des Unternehmen "Weserübung" kampflos besetzt und blieb bis Ende des 2. Weltkriegs unter deutscher Kontrolle.

Sonderburg - Düppeldenkmal
Sonderburg, Düppeldenkmal und Arnkieldenkmal
Sonderburg - Düppeldenkmal Sonderburg, Düppeldenkmal und Arnkieldenkmal



Nach Kriegsende, am 13. Mai 1945 sprengten die Dänen in einer Nacht- und Nebel-Aktion das Düppeldenkmal; einen Monat später folgte das Arnkiel-Denkmal. Im August 1945 wurde der Knivsbergturm (Bismarckturm [96 Meter hoch] mit Kolossalstandbild Bismarcks, 1901 von Brütt geschaffen, zwischen Apenrade und Hadersleben liegend), das größte übrig gebliebene deutsche Denkmal in Nordschleswig, gesprengt.

Auf dem Gelände der Düppler Schanzen wurde bereits in den 1920er Jahren nach und nach ein dänischer Gedächtnispark mit einer Vielzahl von dänischen Denkmälern erreichtet.

 

externer Link:

Gesprengtes Düppeldenkmal

 

Düppeldenkmal

Düppeler Schanzen und gesprengtes Denkmal:


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